Meine Philosophie

Ich habe mich als Arbeitsschwerpunkt für den Alltag mit dem Hund entschieden, für die Erarbeitung einer tragfähigen Beziehung zum Hund, für eine ausgeglichene Basis hinsichtlich Respekt und Zuneigung, für eine verständliche Komminikation zwischen Mensch und Hund und somit für die Auflösung von Schwierigkeiten im Alltag.

 

An Hundeerziehung ist nichts geheimnisvoll. Es ist im Grunde relativ einfach.  Viel einfacher als uns so mancher "Hunde-Fachmann" glauben lassen will. Man braucht, außer etwas Wissen um Grundsätzliches, Klarheit, Geduld, Zeit und Beharrlichkeit. Und vor allem etwas, das uns Menschen leider sehr oft völlig verloren gegangen ist: das gesunde Bauchgefühl für unseren Hund. Vor allem das gilt es wieder zu entdecken!

 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist Offenheit gegenüber anderen Wegen, gegenüber einer anderen Sicht auf den Hund.

 

Die Vermittlung von Wissen in den Bereichen Hundeverhalten, Kommunikation und Körpersprache ist wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.

Die Einschätzung von Mensch-Hund-Teams, die Basisarbeit mit Mensch und Hund sowie der weitere Aufbau und Ausbau dieser Basis ist das Ziel. Es ist der Mensch, der den grössten Einfluss auf die Mensch-Hund-Beziehung hat. Man schätzt ein Verhältnis von etwa 70:30. Daher ist der Mensch bei meiner Arbeit auch ganz deutlich mehr eingebunden, als das üblicherweise der Fall ist.

Das heisst, Arbeit mit dem Hund ist auch vor allem immer Arbeit an sich selber! 

 

Die Kurzformel meiner Arbeit lautet BEziehung statt ERziehung.

Die Basis ist immer die Klärung bzw. Optimierung der Hund-Halter-Beziehung.

Eine gute und tiefe soziale Beziehung zum Hund ist eine sehr tragfähige Basis für den Alltag, durch die sich Schwierigkeiten auflösen lassen.

Gegenseitiger Respekt und gegenseitige Zuneigung sind die Bausteine, die hierfür nötig sind und gegenseitiges Vertrauen erzeugen.

Respekt und Zuneigung müssen sich die Waage halten. Die Reihenfolge ist nicht zufällig so gewählt, es muss immer erst Respekt hergestellt werden, ehe Zuneigung ins Spiel kommen kann. Die Ausgangsposition ist in der Regel so, dass Zuneigung reichlich gegeben ist, aber der Respekt zu kurz gekommen ist. Seltener ist es umgekehrt. Ungleichgewichte in der Beziehung, Missverständnisse in der Kommunikation können schnell zu Schwierigkeiten verschiedenster Art führen.

Im Umgang mit dem Hund ist zudem Ruhe ein wichtiger Faktor. Ohne Ruhe keine Entspannung, ohne Entspannung keine Ausgeglichenheit. Ohne Entspannung und Ausgeglichenheit ist es kaum möglich, immer eine gute Ansprechbarkeit des Hundes zu haben.

Nach meiner Erfahrung entstehen Schwierigkeiten aus Ungleichgewichten, aus Missverständnissen, aus fehlender Ruhe, fehlender innerer Ruhe. Die Einstellung zum und der Umgang mit dem Hund muss insgesamt von grossem Wohlwollen geprägt sein. Und er muss vor allem auch authentisch sein.

Unsere Hunde erwarten von uns Menschen, dass wir sie führen, dass wir ihnen Schutz und Sicherheit bieten. Sie erwarten neben der grundsätzlichen Versorgung also vor allem, dass wir einen Plan von diesem Leben haben. Überzeugen wir sie davon, dass wir diesen Plan haben, werden sie uns sehr bereitwillig und ganz freiwillig folgen.

 

Ich arbeite mit dem, was uns unsere Hunde vorleben. Ich arbeite in Anlehnung an den Umgang von Hunden untereinander. Eine Lass-das-Kommunikation, wie sie Hunde untereinander nutzen, ist für den Hund verständlich. Hunde untereinander sagen sich, was nicht angemessen ist. Sie reagieren auf Körpersprache und Energie, sie reagieren auf unsere Stimmungen und Gedanken und die Bilder, die wir im Kopf haben. Genau das nutze ich bei meiner Arbeit.

In der Basisarbeit wird erreicht, dass nicht der Mensch den Hund kontrolliert sondern sich der Hund selber kontrolliert, sich zurücknimmt und sich am Menschen orientiert. Ich arbeite rein auf sozialer Ebene mit Hunden und nicht mit Konditionierung/Kommandos, weil Konditionierung immer mit Erwartungshaltungen einhergeht, weil Konditionierung deutliche Grenzen hat, weil konditioniertes Verhalten eben nicht immer abrufbar ist und nicht immer bei wirklich jedem Aussenreiz funktioniert. Das wird so mancher Hundebesitzer nur zu gut kennen. Erwartungshaltungen führen nicht zu Entspannung und Ausgeglichenheit. Konditioniertes Verhalten führt auch eben nicht  zu einer erhöhten Frustrationstoleranz und guter Impulskontrolle. 

Stimmt die Basis, stimmt die Kommunikation, sind Missverständnisse beseitigt, bleiben Mensch und Hund immer im Gespräch, erhält man eine ständige Ansprechbarkeit, die das Führen des Hundes um so vieles leichter und den Alltag um so viel harmonischer macht.

Diese Arbeit bedarf keiner Hilfsmittel. Es braucht nur den Menschen und seinen Hund.

Hunde sind so sehr bemüht, mit uns zusammenzuarbeiten und alles richtig zu machen. Das müssen wir nur nutzen.

 

Apropos richtig machen: sollten wir uns kennenlernen, werden wir nicht über Fehler reden. Der Begriff Fehler beinhaltet eine Bewertung, beinhaltet negative Assoziationen, die völlig unnötig sind.  "Fehler" sind nichts weiter als Lernerfahrungen.

Wir wissen, was nicht funktioniert. Nicht mehr und nicht weniger. 

 

Es handelt sich dabei nicht um eine neue "Methode" und ich habe natürlich auch das Rad nicht völlig neu erfunden. Ausgangspunkt war meine Überlegung, dass es doch nicht sein kann, dass so mancher Hundehalter erstmal Abitur in Sachen Hundehaltung machen muss, ehe er entspannt mit seinem Hund durch den Alltag gehen kann. Das hat mich angetrieben, mich nicht mit dem zufrieden zu geben, was mir bereits alles an Handwerkszeug zur Verfügung stand. Ich bin heute sehr beeinflusst von der Philosophie der Hundeteamschule/Anita Balser.  Das passt einfach sehr zu meinen eigenen Erfahrungen und meinem Wissen. Diese Basisarbeit ist für mich genau das, was ich mit voller Überzeugung weitergeben kann. Außerdem kann ich aber auch mit kreativen Lösungsansätzen bei partiellen Problemen weiterhelfen, sofern diese nicht in der Hund-Halter-Beziehung begründet sind.

Es ist einfach ein anderer Denkansatz,

die Einstellung zum Hund ist eine andere,

die Herangehensweise ist eine andere, 

es ist eben einfach ein anderer Weg.

 

Allerdings ein Weg, der gerade auch dann noch gangbar ist, wenn andere Arbeitsansätze nur wenig oder keinen Erfolg gebracht haben.